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Viszerales Fett – Was es ist und warum es so gefährlich ist!

Bauchfett – jeder hat es, keiner will es. Doch was ist eigentlich so besonders an diesem Fett und was macht es so gefährlich?

Als viszerales oder auch intraabdominales Fett wird das in der freien Bauchhöhle eingelagerte Fett bezeichnet, welches unsere inneren Organe und unser Verdauungssystem umhüllt. Obwohl nicht direkt sichtbar, ist dieses Bauchfett ab einer gewissen Menge für ein vergrößertes Bauchvolumen verantwortlich. Entwicklungsbiologisch gesehen dient es vor allem dem Schutz der Organe und als Energiereserve im Falle eines möglichen Nahrungsmangels.

Bei einer positiven Energiebilanz bildet sich das Fett zunächst um die Bauchorgane und den Darm herum. Eine übermäßige Energiezufuhr z.B. in Form von Kohlenhydraten sowie  zu wenig Bewegung vergrößert die Fetteinlagerung und der Bauch schwillt an.

Des Weiteren sind bereits vorhandene Muskeln unter dem Fett oft unsichtbar und kommen erst nach der Reduzierung des intraabdominalen Fettes zum Vorschein.

Das gesundheits-schädigende Bauchfett

Bauchfett ist jedoch nicht nur unansehnlich, sondern auch überaus gesundheits-schädigend. Es produziert mehr als 20 verschiedene Hormone, wie z.B. Cortisol (Stresshormon), Leptin und Adiponektin (für die Regulierung von Hunger und Nahrungsaufnahme zuständig).

Das heißt, je mehr Fett wir mit uns herumtragen, desto mehr Hormone werden produziert.

Erhöhte Cortisolwerte begünstigen unter anderem die Speicherung von Fett im Bauchbereich.

Auch Leptin ist bei übermäßiger Konzentration eher kontraproduktiv. Obwohl es erst einmal für unser Sättigungsgefühl sorgt, ist letztendlich das Gegenteil der Fall: Es kommt durch das Hormon-Überangebot zu einer Leptin-Resistenz, welche für ein Ausbleiben des Sättigungsgefühls und somit vermehrtem Appetit verantwortlich ist.

Daraus resultierendes Übergewicht erhöht das Erkrankungs-Risiko für Zivilisationskrankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßleiden oder Diabetes mellitus Typ II.

Viszeralenfettbereiche im Überblick

Grundsätzlich gilt ab einem viszeralen Fettanteil von über 12 ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankungen. Jedoch ist dies natürlich auch abhängig von Geschlecht, Größe und sportlicher Aktivität.

Regelmäßige Bewegung senkt den Insulin- und Cortisolspiegel und reduziert somit die Speicherung von Bauchfett.

Viszeralfett Bereiche
Gesund: Zwischen 1 – 12

Ihr Viszerallfett lieft im gesunden Bereich. Überwachen Sie deisen Wert weiterhin um sicherzustellen, dass er im gesunden Bereich bleibt

Übermäßig: Zwischen 12 – 59

Es liegt ein Übermaß an Viszeralfett vor. Eventuuel empfiehlt es sich, die Ernährung umzustellen und/oder mehr Sport zu treiben

 

 

Wie bereits erwähnt spielt auch das Geschlecht eine entscheidende Rolle. Männer sind aufgrund ihrer genetischen Veranlagungen deutlich anfälliger für Fett im Bauchbereich. Richtig, wir reden hier vom berühmten Bierbauch.

Der „Apfeltyp“ (also mehr Fett am Bauch, als an Extremitäten) ist beim männlichen Geschlecht öfter vorzufinden. Frauen neigen eher zum so genannten „Birnentyp“, bei welchem sich das Fett hauptsächlich an Hüfte, Po und Oberschenkeln absetzt. Das Fett an diesen Stellen mag zwar nicht allen gefallen, ist aber deutlich weniger gesundheitsschädigend als das intraabdominale Fett, da es weniger schädliche Stoffe produziert.

Bei beiden Geschlechtern beeinflusst das Bauchfett die Hormon-Konzentrationen: Bei Männern führt eine überdurchschnittliche Menge an viszeralem Fett zu einer niedrigeren Testosteron-Sekretion, wohingegen Frauen zu einer erhöhten Cortisol-Produktion neigen.

Körperanlaysewaage zur Messung des viszeralen Fettanteils

Dass das reine Gewicht den Körperfettanteil nicht berücksichtigt, ist wohl jedem bekannt. So gilt der Bauchumfang als Maß für das Viszeralfett und ist in Bezug auf den Körperfettanteil um einiges aussagekräftiger als der BMI (Body Maß Index), vor allem in Bezug auf Erkrankungsrisiken. Der BMI beispielsweise berücksichtigt weder die Fettverteilung noch die Muskelmasse. Genauer als das bloße Messen des Bauchumfangs ist jedoch z.B. eine Körperanalysewaage, wie sie bei Tanita oder OMRON zum Verkauf steht.

Testsieger - Platz 1 Tanita BC-601 Segment Körperanalyse-Waage / Körperfettwaage
PREIS/LEISTUNGSSIEGER Omron BF 511 Körperanalysegerät

Diese ermitteln mithilfe eines kleinen Wechselstromkreislaufes den Körperfettanteil, welcher über Elektroden den Widerstand bzw. die Spannung im Körper misst. Durch diese Ergebnisse kann unter Angabe von Gewicht, Geschlecht (Männer haben genetisch bedingt mehr Muskelmasse und weniger Fett als Frauen) und Alter der Körperfettanteil berechnet werden. Eine 100% Genauigkeit kann allerdings auf Grund der Empfindlichkeit der Waage nicht gewährleistet werden. Durch Hydration oder Dehydration werden die Ergebnisse beeinflusst. 

Wer neben seinem Taillenumfang und seiner Körpergröße auch seinen BMI kennt, kann den so genannten BSI (Body Shape Index), also seinen Körperfettanteil, auch selber ausrechen. Die Formel lautet:

BSI= Taillenumfang/ BMI^2/3 * Größe^1/2

Einfacher geht das aber mit einem kostenlosen Online-Rechner 

Ab einem BSI von über 0,083 besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Nach Möglichkeit sollte sich der Bauchumfang, welcher maßgebend durch das viszerale Fett beeinflusst wird, bei Frauen unter 80 cm (ab 88 cm ist das Risiko für Erkrankungen besonders erhöht) und bei Männern unter 94 cm (ab 102 cm gilt ein besonders erhöhtes Risiko) bewegen.

Doch wie kann man dieses Fett loswerden?

Gesunde Ernährung 

Gesundes Essen- Senkung des viszeralern fettanteil

Grundsätzlich sollte man sich möglichst gesund ernähren und viel Sport treiben.

Konkret bedeutet dies, pro Tag 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu sich nehmen, da dies den Stoffwechsel anregt. Süße Getränke oder Alkohol sollten vermieden werden. Auch regelmäßige Essenszeiten sorgen für geringere Blutzuckerschwankungen.

 

viszeralfett vollkornbrotAußerdem sollten Vollkornprodukte anstelle von Weißmehl gewählt  bzw.  Kohlenhydrate insgesamt vom Nahrungsplan verbannt werden. Auch rotes oder verarbeitetes Fleisch, also z.B. Wurst oder Schinken, sollte man meiden. Stattdessen können diese Lebensmittel durch gute Proteine, Gemüse (empfohlen werden etwa 400g pro Tag) und Obst (empfohlen werden etwa 200g pro Tag) ersetzt werden.

 

Abnehmen mit der BEA-Regel.

Jedoch reicht gesunde Ernährung alleine nicht aus, ohne Bewegung wird sich an dem Bauchumfang wenig verändern. Am besten ist eine Kombination aus gezielten Bauchübungen, um den Muskelaufbau zu unterstützen, und regelmäßigem Ausdauertraining. Bis zu dreimal pro Woche 20-30 Minuten Joggen, Fahrrad fahren oder Schwimmen machen nicht nur Spaß, sondern wirken auch Wunder in Bezug auf die Reduzierung des viszeralen Fettes.

Wer sich also an die BEA-Regel hält – Bauchübungen, Ernährungsumstellung und Ausdauertraining – wird schon bald Ergebnisse sehen.

Allgemein gilt: lieber dick und sportlich aktiv, als dünn und „Couchpotato“.

Krankheitsrisiken höherer Viszeralfettanteil

Krankheitsriskio - ViszeralfettNatürlich ist die Kombination von Übergewicht und zu viel Bauchfett am gesundheitsschädlichsten. Bauchfettgewebe wird für die Produktion von Entzündungszellen verantwortlich gemacht. Diese verändern die Innenschicht der Gefäße und können somit Ursache für Gefäßverkalkungen, auch Arteriosklerose genannt, sein.

 

 

 

Ein höherer Viszeralfettanteil steigert auch das Risiko von folgenden Krankheitszuständen:

Bluthochdruck, Herzinfarkt,  Schlaganfall, Diabetes, höhere Triglyceriolwerte im Blut,  metabolisches Syndrom (gilt als Risikofaktor für Herzkrankheiten), Thrombose sowie Alzheimer und bestimmte Formen von Krebs.

Viszerales fett absaugen?

Dass Abnehmen nicht so einfach ist, wie es in der Theorie klingt, wissen die meisten wohl aus Erfahrung. Da schwebt die Frage, ob das nicht auch entspannter und schneller geht, natürlich sofort im Raum. Fettabsaugen gehört zu den beliebtesten schönheitschirurgischen Eingriffen heutzutage. Jedoch kann man sein viszerales Fett leider nicht auf diese Art und Weise loswerden. Die Gefahr das Verdauungssystem oder die Organe, die fest mit dem Bauchgewebe verbunden sind, dabei zu beschädigen, ist zu viel zu hoch.

Kurzum, viszerales Fett ist ab einer gewissen Menge schlecht für die Gesundheit und kann die Lebenserwartung um einiges verkürzen. Mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung kann es allerdings in einem gesunden Maß gehalten werden. Ein bisschen mehr auf seinen Bauch zu achten, wird sich also auszahlen!

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