Skip to main content

Maca – die Superknolle aus den Anden

Seit einigen Jahren begegnen wir in Europa immer mehr scheinbar neuen Lebensmitteln. Zutaten und Speisen, von denen wir noch nie gehört haben, sind plötzlich omnipräsent und werden als neuer Trend gehandelt. Doch wer denkt, dass es sich wirklich um neue Entdeckungen oder Züchtungen handelt, der irrt. Häufig stammen die, für den europäischen Markt neuentdeckten Nahrungsmittel, aus anderen Kulturen im lateinamerikanischen und asiatischen Raum und genießen dort eine lange kulturelle und wichtige Geschichte. So verhält es sich auch bei Maca.

Was ist Maca?

Zu Beginn sollte die Frage geklärt werden, was „Maca“ eigentlich ist? Es ist eine Pflanze, die zur Gattung der Kressen gehört und deren Knolle meist getrocknet und zermahlen zu Pulver verwendet wird. Wie bereits angeschnitten, stammt Maca, wie viele weitere Lebensmittel, die unseren Markt erobern, aus dem südamerikanischen Kontinent. Konkret wächst die Maca-Pflanze in den oberen Höhenlagen der peruanischen Anden auf über 4000 Metern und wird dort seit über 2000 Jahren angebaut und als Nahrungs- und Heilpflanze verwendet. Es ist das angeeignete Wissen der indigenen Bevölkerung, das dazu geführt hat, dass verschiedene Nutzungsmöglichkeiten von Maca bestens bekannt sind. Maca ist nämlich eine wahre Wunderpflanze. Eine Vielzahl an verschiedenen positiven Effekten kann nämlich auf den Konsum von Maca zurückgeführt werden. Obwohl die Pflanze derzeit auf dem europäischen Markt ein Comeback feiert, war die Pflanze im Anschluss an die spanische Eroberung und Entdeckung Lateinamerikas im 15. und 16. Jahrhundert sehr populär und wurde in großen Mengen aus der „neuen Welt“ nach Spanien exportiert.

Wofür verwendet man Maca?

Obwohl die Pflanze in einer Vielzahl an Situationen eingesetzt werden kann und dabei interessante und wichtige Aufgaben „erledigt“, ist die Hauptfunktion Macas definitiv ganz klassisch als Nahrungsmittel. Dass sie gerne als Nahrung verwendet wird, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die getrocknete Macaknolle zu fast 60% aus Kohlenhydraten und rund 15% aus Proteinen besteht. Dies führt dazu, dass das Pulver der Maca-Pflanze extrem sättigend wirkt und den Körper mit viel Energie versorgt. Dies liegt an dem hohen Kaloriengehalt der Kohlenhydrate, die wahre Energiebomben sind. Proteine sind zudem wichtig, da sie im Körper eine Vielzahl an Rollen übernehmen. Proteine „bauen“ im Körper nämlich die notwendigen Aminosäuren, die benötigt werden, damit der Körper optimal funktioniert. Es ist also verständlich, dass die Pflanze insbesondere in der körperlich fordernden Andenregion als Nahrungsmittel sehr beliebt ist und rege genutzt wird. Dass viele „Superfoods“ insbesondere aus Südamerika stammen liegt an den zähen Wachsbedingungen in den Anden, die dafür sorgen, dass Pflanzen sich unter schweren Umständen durchsetzen müssen und anschießend dem Menschen zu Verfügung stehen, der ebenfalls unter erschwerten Bedingungen lebt.

Reichlich an Mineralstoffe

Neben den erwähnten gesunden Eigenschaften der Macaknolle ist sie reich an Fettsäuren und wichtigen Mineralstoffen. Insbesondere der Anteil der Mineralstoffe, die für den Körper wichtig sind, ist hoch. So verfügt Maca über einen wesentlich höheren Eisen und Calcium Anteil als beispielsweise die Kartoffel! Die Vitamine C, B1 und E lassen sich ebenfalls in der peruanischen Knolle finden.

Neben der gemahlenen Knolle können auch die Blätter der Macapflanze roh oder gegart gegessen werden und erinnern im Geschmack ein wenig an Kresse. Andere beschreiben den Geschmack als leicht nussig, was daran liegt, dass die Pflanzen je nach Wachstumsort einen anderen Geschmack besitzen.

Ist Maca Superfood?

Einige Besonderheiten der Pflanze wurden bereits erläutert, aber dennoch stellt sich die Frage, wieso die Macawurzel als Superfood bezeichnet wird.

Die Antwort ist kurz, liefert aber dennoch die Hauptinformation. Es sind die heilpflanzlichen Wirkungen von Maca, die ihr den Titel Superfood verleihen. So wurde sie bereits von den peruanischen Indigenen aufgrund verschiedener Wirkungen geschätzt, die damals wie heute zutreffen.

Ähnlich wie Ginseng verfügt Maca über eine leistungssteigernde Wirkung, die damals von den Ureinwohnern und heute insbesondere von Sportlern geschätzt wird. Die Beliebtheit bei Sportlern ist auf einen Anstieg der Ausdauer und der allgemeinen Leistung zurückzuführen. Wer Maca konsumiert, kann besser, stärker und länger trainieren und damit größere Erfolge erreichen. Zudem fördert Maca den Muskelaufbau und ist daher auch in der Bodybuilding Szene präsent. Es ist also leicht nachzuvollziehen, warum die Pflanze in den Hochgebirgen Lateinamerikas so populär war. Dort ist die Luft dünn und energiegebende Pflanzen wie Maca oder Koka-Blätter sind wichtiger Bestandteil der Ernährung.

Stärkung des Immunsystems

Doch Maca ist nicht nur mit Blick auf Sport ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Knolle aus den Anden hat auf die gesamte Gesundheit einen positiven Effekt. So wird der Pflanze eine Stärkung des Immunsystems nachgesagt, die Maca zu einem optimalen Mittel gegen Krankheiten machen würde. Zudem kann die Pflanze bei Beschwerden in den Wechseljahren schmerzlindernd wirken. Für Frauen ist Maca besonders hilfreich, da es zu einer Abnahme von körperlichen und psychischen Problemen führen und die sexuelle Lust erheblich anregen kann ohne – wie Mittel mit ähnlicher Wirkung – den Hormonspiegel zu verändern.

Maca potenzfördernd?

Maca Potenzförderung

Besonders kurios ist, dass die Maca potenzfördernd wirkt. Bereits die Inkas wussten von der interessanten Eigenschaft der Pflanze – ein Geheimnis, das bereits bald die spanischen Invasoren herausfanden. Studien in Peru und weiteren Ländern zeigen, dass dies nicht nur indigener Mythos ist. Der Konsum von Maca fördert die Beckendurchblutung, während die Inhaltsstoffe dem Hormon Testosteron stark ähneln. Sowohl der Sexualtrieb als auch die Samenproduktion wird durch den Konsum von Maca bewiesenermaßen gesteigert. Während eine gewöhnliche Zugabe von Testosteron mit dem Ziel der Potenzsteigerung körperliche Schäden (insbesondere an der Prostata) hervorrufen kann, ist dies bei Maca nicht der Fall. Da kein weiteres Testosteron produziert und ausgeschüttet wird, muss alleine die Knolle dafür sorgen, dass die sexuelle Lust und das Können wieder vorhanden ist. Der Energieschub, der bereits mit Blick auf sportliche Aktivitäten erwähnt wurde, ist wohl der Grund für den Effekt auf die Libido. Man kann davon sprechen, dass sich die Energie tatsächlich auf den gesamten Körper auswirkt.

 

Selbst für Paare deren Sexleben optimal läuft und keinerlei Lust- oder Potenzbeschwerden auftreten können Maca erfolgreich nutzen. Und zwar dann, wenn der Wunsch nach Kindern erfolglos verläuft. Maca verbessert nämlich nicht nur die Anzahl, sondern auch die Qualität der Spermien und sorgt dafür, dass es mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer Befruchtung kommt. Dies hat die Universität in Lima, der peruanischen Hauptstadt, in Versuchen mit der Pflanze feststellen können.

Maca steigert die Konzentration

Maca steigert die Konzentration

Interessanterweise hilft Maca nicht nur bei körperlichen Beschwerden, sondern auch, wenn es um intellektuelle Aufgaben geht. Das liegt daran, dass Maca die Konzentration und Fokussierung verstärken und somit zu besseren Arbeitsbedingungen führen kann. Stress lässt sich mit Maca besser verarbeiten oder gar ausblenden. Eine gängige Theorie für den Hintergrund dieser „Heilkraft“ hängt mit dem Lebensraum der Knolle zusammen. Da Maca auf enormer Höhe in lebensunfreundlichen und für Pflanzen „stressigen“ Bedingungen wächst, wird davon ausgegangen, dass die Pflanze durch Evolution darauf ausgelegt ist, mit biologischem Stress umzugehen und dies an den Menschen beziehungsweise an die Lebewesen, die sie konsumieren „weitergeben“ kann.

Eine Linderung von Symptomen von Depressionen werden dem Nahrungsmittel ebenfalls nachgesagt und durch viele Erfahrungsberichte und positive Erlebnisse bestätigt.

 

Wie wird Maca konsumiert?

Die am meisten verbreitete Konsumform von Maca ist als Pulver. Die Knolle wird getrocknet und im Anschluss gemahlen. Somit bleiben die Inhaltsstoffe erhalten, während das Maca optimal verbreitet und verschifft werden kann. Außerdem kann eine höheres Volumen an Maca transportiert und verkauft werden. Durch das Zermahlen und die Verbreitung in Pulverform kann Maca auch leicht in einer Vielzahl an Rezepten eingesetzt und mit vielen verschiedenen Speisen kombiniert werden. Zudem sorgt das Mahlen und Aufbewahren in Pulverform für eine längere Haltbarkeit des Produkts. In getrockneter, handelsüblicher Form ist Maca bis zu zwei Jahre haltbar.

Eine einfache Möglichkeit, um das Pulver zu konsumieren ist es in Wasser zu geben und zu trinken. Dies ist unkompliziert, aber dennoch nicht bei allen Menschen beliebt. Der Grund hierfür ist einfach: Viele beklagen sich über den Geschmack des Pulvers im Wasser, der als sehr unappetitlich beschrieben wird. Daher könnte es für manche Menschen eine bessere Alternative darstellen, das Pulver mit in die „normalen“ Mahlzeiten zu geben.

Aber anstatt das Maca Pulver in Speisen zu Mischen gibt es auch weitere interessante Möglichkeiten, um die Pflanze zu sich zu nehmen. So stellen beispielsweise Smoothies eine leckere Methode dar, um die Wirkungen der gesunden Knolle genießen zu können. Rezepte gibt es hierfür viele im Internet, fertige Produkte sind aber auch online zu kaufen.

Mit Ausnahme von allergischen Reaktionen, zu denen es bei einigen Menschen kommen könnte, gibt es keine zu befürchtenden Nebenwirkungen, die Maca auslösen könnte. Dies liegt daran, dass es sich um ein Naturprodukt und keine chemisch erzeugte Erfindung handelt.

 

Wo kann ich Maca kaufen?

 

Seit den 1960er Jahren beschäftigen sich Forscher und Ernährungswissenschaftler intensiv mit den Nahrungsmitteln und Zutaten indigener Kulturen, daher ist Maca längst als Produkt auf verschiedenen Wegen käuflich erwerbbar. Während das Pulver online auf diversen Websites zur Verfügung steht, müssen diejenigen, die lieber in „echten“ nicht-digitalen Läden unterwegs sind, nicht auf die gesunde Pflanze verzichten. Bioläden wie ALNATURA haben die zermahlene Knolle nämlich im Sortiment. Besonders beim Online-Kauf von Maca lohnt es sich, sich über den Anbieter zu informieren. Manche Produkte sind nämlich genmodifiziert, nicht natürlich angebaut oder beinhalten chemische Zusatzstoffe. Prüfsiegel der Europäischen Union und Bewertungen können Abhilfe schaffen und zeigen, welche Produkte vertrauenswert sind.

Wie viel Maca braucht der Körper?

In Peru benutzen insbesondere indigene Menschen das Pulver der Maca Knolle als Mehl und kochen und backen damit. Selbstverständlich ist dies eine Idee, die auch in Deutschland häufiger ausprobiert werden sollte. Mit einer Vielzahl an spannenden Rezepten im Internet ist es zudem einfach, eine leckere und passende Mahlzeit zu finden, die Maca beinhaltet.

Wer Maca konsumiert, um seine Reserven im Körper aufzustocken und somit gesünder zu leben, sollte das Pulver über einen Mindestzeitraum von drei bis vier Monaten konsumieren. Dies liegt daran, dass Maca nicht sofort wirkt, sondern den Körper mit wichtigen Stoffen versorgt. Erst wenn diese Stoffe langfristig ausreichend dem Organismus zugeführt werden, kann man von einem Effekt durch die Pflanze ausgehen. Ob Maca in Pulver oder Kapselform konsumiert wird, ist egal, solange man eine ähnliche Dosierung verwendet. Empfohlen werden 2-2,5 Gramm Maca Pulver – dreimal am Tag zwischen den Mahlzeiten. Eine Überdosierung ist nicht zu befürchten, die Empfehlung zeigt allerdings einen guten Richtwert auf. Falls der Körper sich an das Pulver gewöhnt hat und die Effekte abschwächen, kann die Dosis natürlich auch erhöht werden. Wie bereits erwähnt besteht gesundheitstechnisch kein großer Unterschied zwischen dem Pulver und den Kapseln. Zu beachten ist allerdings, dass die Kapseln meist teurer sind, ohne eine bessere Wirkung vorzuweisen.

 

Dass Maca als Superfood bezeichnet wird, ist in Anbetracht der Nutzungsmöglichkeiten und Konsumfolgen der Knolle definitiv legitim. Die gesunde Wirkung und vielseitigen Verwendungsformen sorgen dafür, dass Maca auch in Zukunft absolut im Trend liegen wird und nicht nur die traditionellen Nutzerinnen und Nutzer der Pflanze in den peruanischen Anden darauf zurückgreifen werden. Es lohnt sich definitiv Maca im Laden zu kaufen oder online zu bestellen und als Bestandteil der eigenen Ernährung auszuprobieren.

 


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

blogwolke.de - Das Blog-VerzeichnisTopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top ListeBlogtotal